SÜDAFRIKA

SOUTH AFRICA


MAKUTSI SAFARI SPRINGS + KRUGER NATIONAL PARK


NEU: AUFENTHALT MAI 2026 NEW: STAY MAY 2026


BILDERSTRECKE / PHOTO GALLERY


REISEBERICHT

Wir waren vom 04. – 23. Mai in Südafrika unterwegs, erst eine Woche auf der Makutsi Safari Farm, anschliessend 12 Tage als Selbstfahrer im Kruger Nationalpark. Dieses Mal waren zwei nette Damen mit von der Partie, die zwei Wochen auf Makutsi blieben. Anschliessend hat uns eine der Beiden, eine liebe Freundin von uns, noch für die letzten fünf Tage in den Kruger begleitet.

  

Die Einreise in Johannesburg und die Sicherheitskontrolle für den Inlandflug verliefen problemlos wie selten. In Hoedspruit wurden wir von einem Fahrer der Makutsi Safari Farm abgeholt und kamen dort, rund 22 Stunden nachdem wir zuhause aufgebrochen sind, entspannt an.

 

Auf Makutsi wurden wir wie immer herzlich aufgenommen, es war für diese Jahreszeit aussergewöhnlich warm und grün, der Fluss führte ungewohnt viel Wasser. Wir haben ein paar alte Bekannte unter den Gästen getroffen (einige leider schon am Flughafen Hoedspruit bei ihrer Abreise), wir durften aber auch nette neue Bekanntschaften machen. Wir hatten wieder zahlreiche interessante Begegnungen mit Menschen und Tieren und unsere Woche verging wie im Flug. Viel zu schnell hiess es Abschied nehmen und wir wurden nach Hoedspruit zur Übernahme unseres Mietwagens, ein toller Toyota Fortuner, gebracht.

  

Unser ursprünglicher Plan war über das Orpen Gate in den Kruger Nationalpark zu fahren und im Talamati Bushveld Camp zu übernachten. Das Camp war aber wegen einer Strassensperrung nur von einer Seite zugänglich, was uns am nächsten Tag bei der Weiterreise einen grossen Umweg beschert hätte, also habe ich die erste Nacht nach Satara umgebucht, was sich später als Glücksfall herausstellte. Der direkte Weg von Hoedspruit nach Orpen war nicht möglich, da Ende April ein grosses Stück Strasse weggespült wurde, ich hatte aber sowieso eine Schlaufe über Acornhoek zum Einkaufen eingeplant, was die Stelle umfahren hätte. Vor dieser Strecke wurde uns aber von Einheimischen abgeraten, die Strasse sei in einem schlechten Zustand und die Fahrt durch Dörfer sei schwierig, also beschlossen wir, über das Phalaborwa Gate in den Kruger zu fahren. Weit kamen wir nicht, auch hier wurden wir vom schnellsten Weg umgeleitet und mussten eine lange Schlaufe drehen, die Strasse war von zahlreichen Baustellen durchsetzt und stellenweise war sie gar nicht vorhanden, unsere Ankunftszeit am Gate rückte immer weiter nach hinten. Nach einem schnellen Einkauf im Spar und dem Erwerb einer Steinschleuder zur Affenabwehr bei Simon auf dem Parkplatz davor in Phalaborwa sind wir nach kurzen Formalitäten endlich in den Kruger eingereist. Um rechtzeitig in Satara anzukommen musste ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Park einige Male überschreiten, was überhaupt nicht zweckmässig ist, Talamati hätten wir an diesem Tag kaum erreichen können, schlussendlich konnte ich aber das Tempo schon weit vor Satara wieder drosseln und wir sind einigermassen entspannt angekommen. Da wir vorhatten, in einer Woche unsere Freundin vom Flughafen Hoedspruit abzuholen, haben wir uns ein paar Tage später am Orpen Gate nach der ursprünglich geplanten Route über Acornhoek erkundigt, auf den Höllenritt über Phalaborwa zweimal am Tag hatten wir überhaupt keine Lust. Der freundliche Mitarbeiter von Sanparks hat sich erst nach unserem Automodell erkundigt, meinte mit einem Fortuner sei das überhaupt kein Problem, auf der Strecke seien zwar «a lot of potholes, but driveable». Die Route erwies sich als viel angenehmer als der grosse Umweg über Phalaborwa, die Schlaglöcher beschränkten sich auf einen relativ kurzen Abschnitt und die Fahrt durch die Dörfer war durchaus interessant. Vor allem haben wir ungefähr 5 Stunden Zeit eingespart und konnten unsere Freundin entspannt vom Flughafen abholen.

  

Die schweren Unwetter vom vergangenen Januar haben im Kruger bekanntermassen viel Schaden angerichtet und zahlreiche Schotterstrassen waren noch gesperrt. Im Süden waren die meisten Gravel Roads wieder geöffnet, aber ab Skukuza waren fast alle nicht befahrbar. Ich hatte die Befürchtung, dass durch das eingeschränkte Wegnetz das Gedränge im Park grösser sein würde als üblich, dem war aber nicht so. Wir sind kaum deutschsprachigen Touristen als Selbstfahrer begegnet, dafür gefühlt viel mehr Fahrzeugen von Touranbietern, allgemein empfanden wir die Anzahl Besucher im Park als geringer als in vergangenen Jahren.

 

Die Tiersichtungen waren trotz der aussergewöhnlich dichten Vegetation sehr gut, wir haben nebst den üblichen Verdächtigen auch zahlreiche Löwen und 5 verschiedene Leoparden gesehen, die Vielfalt seht ihr in obiger Bildstrecke. Erfahrene Afrikareisende wissen, dass es auf Safari auch weniger ergiebige Tage gibt, aber etwas Interessantes sieht man immer, der Kruger jedoch «haut zwischendurch immer wieder Einen raus». Als Beispiel sahen wir an Auffahrt (Christi Himmelfahrt) nebst zahlreichem Anderen direkt an der Strasse eine Leopardin mit Beute auf einem Baum, 5m weiter auf der anderen Seite lag ihr mutmassliches Teenager-Kind auf einem Stein wie auf dem Präsentierteller. Etwas später beobachteten wir einen Hornraben mit einer erbeuteten Schlange, als uns aufgeregte Autofahrer entgegen kamen, sie berichteten, dass Löwen soeben eine Giraffe erlegt hätten. Tatsächlich fanden wir kurz darauf eine ausgewachsene Giraffe halb auf der Strasse in einer Senke an einer Wasserdurchfahrt liegend und zwei Löwinnen die versuchten, die Beute zu öffnen. Die Mahlzeit der Katzen lag strategisch so ungünstig auf der einzigen West-Ost-Verbindung im Süden des Kruger, dass sich nach einiger Zeit die Autos an dem Spektakel vorbeidrängen mussten und die Löwen im Busch verschwanden und die kommende Nacht abwarteten. Der Kadaver wurde später von Rangern an eine günstigere Stelle geschleppt und nach fünf Tagen, als wir den Ort erneut passierten, war nur noch das Gerippe übrig. Damit waren die besonderen Momente an diesem Tag aber noch nicht vorbei, nach einer Weile sahen wir einen Leoparden auf einem Baum liegen und zum Abschluss konnten wir noch Warzenschweine bei der Paarung beobachten. Das war ein lustiger Anblick, der Eber hat den Akt immer wieder unterbrochen, um einen Nebenbuhler zu vertreiben und hat anschliessend weitergemacht, sehr stressig und unromantisch. Nach so einem aussergewöhnlichen Tag ist man meist sehr aufgedreht und man muss die vielen Eindrücke erst mal sacken lassen, aber es gibt definitiv Schlimmeres 😊.

  

Für die Heimreise sind wir wieder direkt aus dem Kruger ab Skukuza nach Johannesburg geflogen, was sehr angenehm ist. Beim Check-In in Johannesburg gab es noch ein unerfreuliches Erlebnis, ich musste nach über 40 Flügen mit Swiss aus und nach Südafrika zum ersten Mal mein Handgepäck wiegen. Die Abmessungen sind immer ok, aber das Gewicht lag natürlich mit der Fotoausrüstung beim Doppelten des erlaubten. Glücklicherweise hatte ich zwei Begleiterinnen und konnte dadurch Etwas umverteilen, dass danach ihr Handgepäck zu schwer war, ist niemanden aufgefallen. Natürlich sind Vorschriften dazu da, um eingehalten zu werden, aber es ist trotzdem ein sinnloser Akt, da nach der Kontrolle sowieso alles wieder an seinen ursprünglichen Platz wandert und das wissen die Kontrolleure auch, TIA. Das Überprüfen der Abmessungen empfand ich hingegen als längst überfällig, das ist auch viel problematischer und man findet oft keinen Platz in den Gepäckfächern im Flieger. Das Mitführen meiner Fotoausrüstung als Handgepäck ist für mich absolut alternativlos, auch die Künstliche Ignoranz auf der Homepage von Swiss bietet da keine Lösung an, auch nicht gegen Gebühr. Mal schauen, wie sich das in Zukunft entwickelt, im südafrikanischen Winter kann ich ja die Taschen der dicken Winterjacke füllen, die bei der Heimreise eigentlich im Aufgabegepäck liegen würde, im Sommer dürfte das problematisch werden, aber darüber mache ich mir Sorgen, wenn es soweit sein sollte.

  

Das Fazit unserer Reise fällt erneut sehr positiv aus, wir und auch unsere Begleiterinnen haben den Aufenthalt in Südafrika sehr genossen, wir kommen hoffentlich bald wieder.